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Kalkbeine – was hat es damit auf sich?
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Kategorie Hühner

Hier schreibt Tierärztin Dr. Eva-Maria Casteel für euch

Kalkbeine – was hat es damit auf sich?

Leider haben Kalkbeine beim Huhn nichts mit fehlender Sommerbräune zu tun. Dennoch ähnelt der Name nicht umsonst unseren „Kalkleisten“. Grund für die weiß aussehenden Beine unserer Hühner sind jedoch Milben. Genauer gesagt die Kalkbeinmilben oder Knemidocoptes mutans. Die kommen leider recht häufig vor, aber zum Glück ist ein Befall gut zu erkennen und zu behandeln.

Was sind die Symptome?

– Juckreiz, erkennbar an ständigem Picken an Beinen und Zehen

– „dicke Beine“ dank Verkrustungen und durch darunterliegende Hautschwellungen hochgewölbte Schuppen

– Bewegungsunlust

– Lahmheit

– Stark verschmutzte Beine. Das liegt daran, dass Sand und Dreck an den Öffnungen der Fressgänge hängen bleiben.

Versorgung erkrankter Tiere

Wie könnt ihr einen Befall mit der Kalkbeinmilbe behandelt?

Versorgung erkrankter Tiere

Das ist glücklicherweise einfach. Allerdings braucht ihr etwas Durchhaltevermögen.

Da die Milben einen Entwicklungszyklus von 14 Tagen durchmachen, müsst ihr unbedingt 14 Tage am Stück mit einem Kriechöl (z.B. Ballistol) behandeln. Denn sie legen ihre Eier in den Fressgängen ab, wo sich die Larven und schließlich die Milben entwickeln. Durch das so genannte Kriechöl kann man die Milben auch in den Bohrgängen erreichen.

Und ebenfalls gut zu wissen: Kalkbeinmilben leben ausschließlich auf euren Hühnern. Eine Umgebungsbehandlung ist also nicht notwendig.

Habt ihr 14 Tage lang behandelt, sollten alle Milben weg sein. Aber es heißt wachsam bleiben. Milben werden gerne auch durch Wildvögel übertragen, beispielsweise von Spatzen, die sich im Hühnergehege aufhalten.