Kindersteckbrief Erbse
Vorziehen
Nach draußen pflanzen
Einfach säen
Erntezeit
Standort
Pflanzabstand
Düngung
Wasserbedarf
Gute Nachbarn
Schlechte Nachbarn
Lebensdauer
Pflanzenfamilie
Fruchtfolge
Die Erbse, wird auch Gartenerbse oder Speiseerbse genannt. Ein tolles Gemüse für Gartenneulinge, denn sie benötigt nicht viel Pflege und wächst beinahe von alleine. Samen in die Erde und schon bald lecker ernten.
Erbse
Name
Erbse
Botanischer Name
Pisum Sativum
Aussehen
Krautartige Rankpflanze, die viele Schoten bildet, in welchen Körner zu leckeren Erbsen heranwachsen. Die Schoten der Erbse können grün oder lila sein. Die Erbsen darin sind immer grün.
Geschmack
Frisch geerntet sind Erbsen besonders knackig und leicht süß.
Gut für dich
Erbsen stärken deine Muskeln und Knochen und helfen dir dabei, dich zu konzentrieren.
Hast du es gewusst?
Das Erbsen Bodenverbesserer sind? Sie produzieren selbst Dünger in Form von Stickstoff, indem sich ihre Wurzeln mit guten Bakterien verbinden. Dieser Stickstoff wird in den Wurzeln gespeichert, was man sogar anhand der kleinen Knöllchen an den Wurzeln erkennen kann.
Wenn die Ernte vorbei ist, kannst du daher die Wurzeln der Erbse im Boden lassen und nur die abgeerntete Pflanze über der Erde abschneiden. So entsteht quasi selbstgemachter Dünger, der deinem Gartenbeet wichtige Nährstoffe für die nächsten Pflanzen abgibt.
Wie wird aus einem Samenkorn eine Pflanze?
Anzucht
...wie wird aus einem Samenkorn eine Pflanze?
Mit dem Anbau von Erbsen kannst du relativ früh im Jahr beginnen. Denn wenn es im Sommer richtig heiß wird, entwickeln sich Erbsen zu richtigen Säufern und benötigen sehr viel Wasser. Mit Kälte kommen sie besser klar, daher bietet es sich prima an, im Februar die ersten Pflänzchen vorzuziehen.
Richte dir dafür eine Anzuchtschale mit nährstoffarmer Anzuchterde und drücke alle 5 cm ein Erbsenkorn ein. Stelle die Schale im Haus auf die Fensterbank oder in ein Gewächshaus. Ab jetzt sollte die Erde nicht mehr austrocknen. Also jeden Tag mit einer Wasserflasche etwas ansprühen oder vorsichtig gießen.
Bereits nach zwei Wochen beginnt die Keimung. Weitere drei Wochen später kannst du die kleinen Pflänzchen schon verpflanzen.
Die Pflanzung
…wie wird die Erbse gepflanzt?
Suche dir ein sonniges Gartenbeet aus. Du brauchst für den Anbau von Erbsen entweder ein Hochbeet, von dessen Rand sie später herunterwachsen können. Oder eine Rankhilfe von ca. 150 cm im Boden, wo die Erbsen hochwachsen können. Eine einzelne Pflanze kann auch in einen Blumentopf mit einer Rankhilfe.
Verteile guten Kompost in deinem Beet und pflanze deine Erbsenpflänzchen im Abstand von 15 cm zueinander in die Erde. Gieße alle Pflänzchen gut an und hab ein paar Tage Geduld. In diesen Tagen stecken die Pflanzen all ihre Kraft in die Bildung von Wurzeln, weshalb man erstmal noch kein Wachstum an der Pflanze selbst sehen kann. Aber in der Erde tut sich ganz schön viel und das gibt deinen Erbsenpflanzen genug Kraft, um schon nach kurzer Zeit auch über der Erde flott zu wachsen.
Direktsaat
…es geht auch ohne Anzucht!
Du kannst deine Erbsensamen auch direkt ins Gartenbeet säen. Damit kannst du ab Ende März beginnen und setzt alle 15 cm eine Erbse ein. Es zählt die gleiche Vorgehensweise wie beim Pflanzen, nur dass es etwas länger dauert, da sich aus dem Samenkorn ja erst eine Pflanze entwickeln muss.
Schädlinge und Pflege
…wer will da an deine Erbsen?
Im Garten gibt es leider auch kleine Vielfraße, die sich deine Erbsenpflanzen schmecken lassen. Dazu gehören Erbsenkäfer, Erbsenwickler, Erbsentripse und Bohnenblattläuse.
Die Schädlinge der Erbsen haben weniger Chancen deine kleinen Pflänzchen zu schädigen, wenn du sie vorziehst, statt direkt im Beet aussäst. So haben sie schon einen Vorsprung und sind stark genug sich zu wehren
…was ist zu tun, damit deine Erbsen gut gedeihen?
Eigentlich gar nicht viel. Erbsen sind völlig unkompliziert und machen die meiste Arbeit ganz allein. Aber natürlich sollst du dich um die Wasserversorgung kümmern. Gieße deine Erbsen regelmäßig, aber achte darauf, dass sie es nicht zu nass haben. Das mögen die Wurzeln der Erbse nämlich nicht.
Im Sommer hat die Erbse jedoch besonders viel Durst. Daher solltest du immer darauf achten, dass der Boden nicht austrocknet.
Ernte
Nur etwa sechs Wochen nach der Pflanzung zeigen sich die ersten Blüten. Daraus entwickeln sich die Schoten, in welchen dann die vielen leckeren Erbsen wachsen. Weitere vier bis sechs Wochen später, sind die Erbsen reif.
Für den richtigen Erntezeitpunkt ist es jedoch wichtig zu wissen, welche Kategorie von Erbse du gepflanzt hast. Man unterscheidet nämlich drei Kategorien von Erbsen:
- Markerbse wird grün geerntet, eignet sich prima zum kochen und einfrieren und bildet lange Hülsen mit vielen großen Erbsen darin
- Palerbse trocknet noch am Strauch und wird getrocknet verwendet, z.B. für Erbesensuppe
- Zuckererbse wird sehr jung geerntet und mitsamt der Schote gegessen
Zuckererbsen sind die ersten die geerntet werden. Sie werden gepflückt, wenn sie dünn und jung sind. Verarbeitet werden sie übrigens auch als ganze Schote.
Bei Markerbsen wartest du mit der Ernte, bis die Hülsen prall gefüllt sind und es aussieht, als hätte die Schote viele Beulen.
Und die Palerbsen bleiben so lange hängen, bis sie vertrocknet sind. Erst dann werden sie gepflückt und weiterverarbeitet.
Die Erbsen aus Jacks Saatgutbox gehören übrigens zu den Markerbsen.
Und jetzt?
Sind deine Erbsen geerntet, kannst du die Pflanze über der Erde abschneiden und im Kompost entsorgen. Die Wurzeln lässt du, wie vorhin beschrieben, in der Erde. Sie düngen den Boden für das nächste Gartenjahr.
Merke dir aber gut, in welchem Beet du deine Erbsen hattest. Denn an diesem Platz sollen in den nächsten 5 Jahren keine Erbsen mehr gepflanzt werden. Für die Erbsen im nächsten Jahr suchst du dir also ein anderes Garten- oder Hochbeet aus.